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 CountCain schreibt

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CountCain
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BeitragThema: CountCain schreibt   So Okt 21, 2007 4:00 pm

LOVE

In einer schwarzen Nacht warst du der hellste Stern am Himmel. Du zeigtest mir den sichren Weg durch diese Dunkelheit. Du führtest mich zurück zum einzig richtigen, dem Pfad durch meinen eigenen Wald. Du überstrahltest all die Irrlichter, welch waren geboren in der Finsternis der Nacht. Du warst der Engel im Land der Dämonen, von welchen ich der Grausamste bin. Meiner verlorenen Seele gabst du einen neuen Sinn. Entfachtest in meinem Herzen, das schon längst erfroren im kalten Meer trieb, ein unlöschbares Feuer. Du reichtest mir die Hand und halfst mir aus dem Abgrund der Erinnerungen. Besänftigtes all die Schmerzen, die mich seit Jahren unerbittlich quälten. Du fandest ihn, den Schlüssel zu meinem ewigen Gefängnis und befreitest mich. Ja, so warst du. Ein reines Geschöpf, so schön von Innen und von Außen.
Deine makellose Haut, die so silbern im Mondschein schimmerte. Deine rosa Lippen, welche sich so leidenschaftlich auf die meinen legten. Deine edlen Hände, die mich so kindlich mit sich in die Freiheit zogen. Deine zarten Füße, die ohne Schuhe auf jungem Gras schritten und sich von einzelnen Grashalmen kitzeln ließen. Dein klangvolles Lachen, welches die düstere Nacht durchbrach und sie schöner als den sonnigsten Tag erschienen ließ. Deine goldenen Locken, die so friedlich mit dem frischen Wind spielten und sich dann so sanft auf meine Wangen legten. Der unbrechbare Glanz deiner grünen Augen, der mich sofort in deinen Bann zog. Deine Stimme, die so verführerisch die grausamsten Dinge dieser Welt mir sagte. Der Blick, mit dem du mich so wahnsinnig anschautest.
Aber wusstest du denn nicht, was man in ewige Kerker einsperrt? Monster.
Deine Reinheit war deine Schwäche, dein Untergang. Also nahm ich sie dir. Befleckte dich mit unzähligen schwarzen Federn. Lauschte deinem heißen Atem, umarmte deinen zitternden Körper.
Ich war geblendet von der scheinbaren Liebe, dass ich die wahre Liebe übersah. Erst als blutverschmierte Tränen deine Wangen küssten, als ich dein wildes Herz nicht mehr vernahm und deine Brust sich nicht mehr hob um rettendes Gas in sich zu lassen, bemerkte ich es. Da, wo es schon längst zu spät war. Da merkte ich, dass ich dich liebe. Die Zeit blieb stehen, die Nacht wurde grau, mein Fluch war gebrochen…
Das ist der letzte Brief, den ich dir schreibe, Verzeih.

Ich liebe dich.
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CountCain
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BeitragThema: Re: CountCain schreibt   So Okt 21, 2007 4:04 pm

Der verlassene Stuhl

Der Stuhl vor mir, so kalt wie immer. Zuerst kommt die Skizze. Der Stuhl ist leer, das Model einfach weggerannt. Habe ich was gesagt? Was falsch gemacht? Ich wollte doch nur malen. Sie wollte mehr, sie wollte Zärtlichkeit. Ich wollte nur ein Bild, ein Meisterwerk erschaffen.
Zuerst die langen Beine, dann die Lehne und jetzt den Schatten noch dazu.
Ich werde ihn so malen, dass niemand mehr vergisst, den leeren Stuhl in meinem kleinen Zimmer. So schlicht und einfach. Wieso ist sie nur weggerannt?
Und Jahre später wird sie sehen, in einer Galerie, auf Ehrenplatz die Kunst, die sie verlassen hat.

____
Spaziergang

An einem sonnigen Herbsttag hatte ich sie gesehen. Einen Engel auf Erden. Während eines Spaziergangs in diesem kleinen Wald, der von dem näher rückendem Winter stellenweise schon ausgezogen war.
Ich hörte immer noch das Singen der Vögel und ein leises Rascheln verfolgte mich fast. Ich stieß nach einiger Zeit auf einen kleinen Bach und beobachtete wie ein Paar feuerrote Blätter der kaum merklichen Strömung nach trieben. Faszinierend erblickte ich, wie Sonnenstrahlen ins Wasser eintauchten und einen goldenen Schimmer auf der Oberfläche hinterließen. Ein Blatt so gelb wie die Sonne löste sich von einem Zweig und sank ruhig gegen Boden. Vom Wind aufgefangen landete es schließlich auf dem Wasser und schon breiteten sich schnelle Ringe aus. Ein lautes Rascheln riss meine Aufmerksamkeit an sich und ich blickte gerade aus. Und da stand sie. Auf der anderen Seite, an einen dünnen Baumstamm gelehnt. Ihre kleinen Füße auf dem bunten Teppich des Herbstes. Ihre weiße Haut im Licht glänzend. Ihre zarten Züge durch das dunkle Baumwollkleid verraten. Sie bemerkte mich. Mit einer weichen Bewegung winkte sie mir zu, lockte zu sich. Unwillig mich zu widersetzen schritt ich zu ihr, meine Füße tauchten ins Wasser. Meine Hose war fast gänzlich nass, ich hätte nie gedacht, dass es so tief sein würde. Doch es war mir egal, ich war gefangen.
So nah an mir waren ihre blutroten Lippen, ihre blaugrauen Augen, die mich an den reinen Bach hinter mir erinnerten, ihre goldenen Locken, die mit dem kalten Wind spielten. So schön und rein wie ein Engel! Ein eiskaltes Lächeln schlich sich auf ihre Lippen und ein klangvolles Lachen durchbrach die Ruhe des Waldes.
Du warst ein Engel, der gefallen war. Engel haben nichts auf der erde verloren, also schickte ich dich zurück in den Himmel.
Dein wunderschöner Körper trieb so seelenruhig dahin und schnell breiteten sich große Ringe aus.

____
Herbstlaub

Die roten Blätter, die grünen und die gelben. So bunt und fröhlich war auch deine Seele und doch so traurig zu gleich. Ich kann die Tränen nicht vergessen, die du mir diesen Morgen zeigtest.
Lange betrachte ich das Gelb, bevor es, von mir gelenkt, das Weiß verfärbt.
Ich weiß noch immer nicht, wieso du so geweint hast. Was hat dich so traurig gemacht? Ich weiß es nicht und für fragen ist es jetzt zu spät. Ich schwinge meinen Pinsel über das Papier und hinterlasse eine grüne Linie.
An jenem Herbstmorgen konnte ich dich nicht trösten. Stand nutzlos in der Gegend rum. Den Grund für deine Tränen, den wusste ich sogar, doch ihn verstehen lag nicht in meiner Macht. Und nun habe ich auch ihn aus meinen Erinnerungen verbannt. Ich wasche den Pinsel im halbleeren Becher aus und tauche ihn in eine neue Farbe. Die Farbe, wie das Blut sie hat.
Eins weiß ich noch, das Versprechen, welches ich dir gab. Ein Portrait. Ich habe dir gesagt, dass ich dich male. Du wolltest nicht vergessen werden. Du wolltest einfach nur für immer da sein. Doch diese Skizze, dieses Gesicht, warst das wirklich du? Ich wasche den Becher aus und ziehe meine Jacke an. Heute soll das Bild abgegeben sein.
Ich gehe langsam durch die Straßen und sehe wie die abgefallenen Blätter von dem kalten Wind getragen werden. Die Roten, Grünen, Gelben. So prächtig wie ein Karneval. So schön und bunt und doch so traurig. Es wird kalt, also legen die Bäume ihr Gewand ab, sie brauchen es nicht mehr… Ja, es ist wieder Herbst.
Die Weiber, ich höre sie tratschen. Sie sagen ich sei verrückt, weil ich das Gesicht übermalt habe. Sie tratschen, sie wissen und doch verstehen sie nicht. Aber ich kann es sehen, dass du lächelst.
„Was hat er nun drüber gemalt?“
„Herbslaub.“


Zuletzt von am So Okt 21, 2007 4:10 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: CountCain schreibt   So Okt 21, 2007 4:05 pm

Dreams

-Rotes Blut. Weiße Haut. Schwarzes Haar.-
~Deine Haut, die mich an den weißen Schnee meiner Heimat erinnert. Dein Haar, welches mich an die kahlen schwarzen Bäume meiner Heimat erinnert. Dein Blut, welches so rot leuchtet, wie es einst der Mond für mich tat. Diese Wunde, dein schmerzverzerrtes Gesicht, welches mir zeigt, dass du noch lebst. In jener Nacht bin ich gestorben – für dich, damit du lebst. Dein Blut schmeckt wie meins, es fließt meine Kehle herunter, es ist noch warm. Doch wieso schlägt dein Herz dann plötzlich nicht mehr, wieso öffnest du deine Augen nicht mehr, wieso hörst du mich nicht mehr? Wieso?~
Schweißgebadet wache ich auf, der Mond scheint silbern auf mein einsames Bett. „Ein Traum?“

***

-Einschlafen – und nie wieder aufwachen.-
~Alles vergessen, keine Träume sehen, nichts hören, über nichts nachdenken. Nie wieder. Ausschalten, einschlafen und nie wieder aufwachen.
Ich fühle deine kalte Haut. Ich schmecke dein Blut. Ich sehe deine leeren Augen. Doch wer bist du? Und wer bin ich? Wo bin ich? Was ist passiert? – Ich bin eingeschlafen, für immer, und habe alles vergessen… Es ist also nur ein Traum und wenn ich aufwache, bist du nicht mehr neben mir…~
Ein weißer Raum, ein schnelles Piepen. Ich bin endlich aufgewacht aus dem Alptraum.

***

Wieso weinst du? Wieso flüsterst du „sayonara“? Wieso? Habe ich was falsch gemacht? Habe ich dich verletzt? Dann tut es mir Leid, unendlich leid. Weine nicht mehr, ich liebe dich doch! Ich liebe dich! Doch immer noch fließen Tränen deine Wangen entlang, immer noch formen deine Lippen ein Sayonara. Doch diesmal folgt ihnen ein „Ai Ni“. Doch wieso dann? Wieso… sind meine Hände so rot wie Blut? Wieso atmest du nicht mehr? Wieso ist dein Körper so kalt? Wieso weine ich? ~Es ist nur ein böser Traum! Das muss es sein, ein Alptraum! Gleich wache ich auf und du lächelst mich wie immer an. Hast du den Wecker gestellt? Lustig, er kling wie Polizeisirenen…~

_____
Ewigkeit

Du warst mein Licht.
Du gabst mir Kraft.
Du zeigtest mir den Weg.
Es war dunkel, überall herrschte die Finsternis. Ich irrte in meinem Labyrinth, die Hoffnung längst aufgegeben. Doch dann erschienst du mir und es wurde plötzlich hell. Die Dunkelheit blieb, doch wo du warst, gab es blendendes Licht. Du warst für mich wie eine kleine Zufluchtsinsel in all der Fäulnis. So unerschrocken lächeltest du mich an, so leicht gabst du mir Hoffnung, so bedienungslos liebtest du mich… Es war wundervoll. So beruhigend, wie das Rauschen der Wellen in meiner Heimat. So erfrischend, wie der seltene Regen in meinem Land. So süß, wie mein erster Kuss, oder meine Lieblingsfrüchte. Und so leidenschaftlich, wie nichts anderes zuvor.
Du zeigtest mir, dass auch ich noch schön sein kann, obwohl ich schon fast ganz zum Staub zerfallen bin, und zündetest all die Fackeln um mich herum an, bevor du gingst. Und trotzdem war es finster ohne dich. So einsam und langweilig. So verlassen. Die Zungen des Höllenfeuers zwitscherten mir ihre geheimen Flüche zu, die Seelen meiner Sünden flüsterten um mich herum. Verdammten mich, hassten mich. Mein verfaultes Herz blutete und schrie vor Schmerzen. Ohne dich konnte ich nicht mehr…
So war meine Freude unbeschreiblich, als du ein zweites Mal vor mir standest. Du schienst dich verirrt zu haben, doch deine Augen leuchteten so leidenschaftlich wie schon einmal zuvor. Du hattest mich vergessen nach all der Zeit, doch das war egal. Denn endlich warst du wieder bei mir. Du würdest meinen endlosen Fluch versüßen. Und diesmal würdest du für immer bleiben, denn dieses Mal warst du mit einem Körper gekommen. Fest umarmte ich diesen, schenkte dir einen weichen Kuss, lauschte gespannt wie dein Herz immer langsamer wurde und letztendlich ganz stillstand. Band dich in alle Ewigkeiten an mich. Jetzt liegt dein lebloser Leib neben meinem, jetzt musst du für immer an diesen verdammten Ort, bei mir, bleiben. Meine kleine strahlende Seele in meiner großen dunklen Grabkammer.

~~~~~~~~~~~~~~
Auch Mumien können lieben…Oder?
~~~~~~~~~~~~~~

Ja, ich habe dich geliebt. Doch das war bevor meine leuchtende Seele dich in all deiner Finsternis in den Wahnsinn trieb. Bevor du aufhörtest statt mir nur noch mein Licht zu sehen. Bevor du deine Seele endgültig an die Dunkelheit verlorst. Ich zündete all die Fackeln an um mich hinter den hellen Flammen vor dir zu verstecken und eines Tages konnte ich dann fliehen. War wieder frei.
Doch das Schicksal spielte nur mit mir, wie die Katze mit der Maus, bevor sie sie auffrisst. Nun war ich wieder hier, doch dieses Mal für immer. Diesmal gibt es kein Entkommen, keine Rettung für mich. Ich bin in alle Ewigkeiten in der Verdammnis gefangen…
Aber ich werde diese Ewigkeit nicht mit dir teilen, denn sobald mein Licht erloschen ist kann ich mich in dem endlosen und dunklen Labyrinth verstecken. Da würdest du mich auch nach tausenden Jahren nicht finden. Und alles was ich dafür brauche, dass meine Seele sich so pechschwarz wie die Nacht bei Neumond färbt, so dunkel wie deine, ist Hass.

~~~~~~~~~~~~
Kann man denjenigen hassen, den man liebt?
~~~~~~~~~~~~

„Der Text auf den Tafeln ist einfach überwältigend! Unglaublich und doch irgendwie romantisch…“
„Sie sind ein Träumer, Professor. Aber die Geschichte würde erklären wieso neben der Mumie Überreste einer Leiche zu finden sind… Wahrscheinlich wollte der Pharao nicht alleine liegen, also hat man irgendjemanden dazugelegt und dann den Text als Entschuldigung geschrieben.“
„Lass die Scherze. Du weißt genauso wie ich, dass das nicht möglich ist. Ägypter waren ein sehr traditionsbewusstes Volk! Aber schade für die kleine Seele… Gibt es denn wirklich kein Entkommen?“
„Wenn man den Märchen glaubt, die hier erzählt werden, brauchen die Seelen nur einen neuen Körper…“
„Wirklich? Wie…“
„Alles in Ordnung, Professor? Sie sehen blass aus.“
„Alles Bestens. Mir war nur kurz schwindelig. Die stickige Luft hier ist nicht gut für mich, lass uns gehen.“
„Wie Sie wünschen, Professor. Almar! Wir gehen!“
„Ja! Ich hole nur noch die Wasserflaschen aus der Nebenkammer.“
„Gut, ich warte. Aber mach schnell!“
~
„Wo ist denn der Professor?“
„Schon vorgegangen.“
„Dann lass uns ihn schnell einholen…“

~~~~~~/////////////Ewigkeit//////////////~~~~~~~~~~~
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BeitragThema: Re: CountCain schreibt   So Okt 21, 2007 4:06 pm

Wahnsinn – Der Anfang

Halt mich fest.
Lass mich nie mehr los.
Denn ich liebe dich!
Ich will dich!
Meine Seele schreit nach dir!
Mein Körper verlangt nach dir!
Nach deinen zarten Lippen.
Nach deinen traurigen Augen.
Nach deiner kalten Haut.
Nach deinem roten Blut.

Ich kann nicht anders, immerzu muss ich dich beobachten. Immerzu spüre ich den Wunsch dich in meine Arme zu nehmen, dich sanft in den Schlaf zu wiegen. So fest zu zudrücken, dass du nie mehr aufwachst. Ich sehe dein engelsgleiches Lächeln und möchte allen die Augen rausreißen, die es auch bemerken. Ich sehe wie sie dich mit Handdrücken begrüßen und möchte ihnen die Arme abschlachten. Meins, nur Meins, sollst du sein!
Wusstest du dass dein Fenster gegenüber meinem ist? Jeden Abend sehe ich dir beim umziehen zu und kann kaum noch das Verlangen unterdrücken dich mir mit Gewalt zu nehmen. Wenn ich deine entblößte weiße Haut sehe, verspüre ich den Wunsch sie mit einem stumpfen Messer aufzuschneiden. Wenn ich deine berauschende Stimme höre, will ich dir die Kehle aufschlitzen, damit du nicht mehr reden kannst, damit niemand sonst sie hören kann.
Ich bin nur für dich geboren worden. Alles was ich kann ist nur für dich. Meine Seele, mein Leib sind nur für dich! Ich habe nur für dich gelernt zu schreiben, ich habe nur für dich gelernt zu sprechen, ich habe nur für dich gelernt zu leben! Jeder meiner Atemzüge ist erfüllt von der Liebe zu dir. Mein Herz schlägt nur, damit du es hören kannst. Ich atme nur, damit du mich gebrauchen kannst.
Dafür sollst du niemand anderem gehören!
Ich werde dich an mein Bett fesseln und stundenlang deine unerschrockenen Blick auf mir spüren, sehen, wie deine Haut sich mit kleinen Schweißtröpfchen verziert. Ich werde warten, bis du alle vergessen hast und nur noch mich kennst.
Denn ich brauche nur dich!
Ich brauche keine Welt, nur dich!
Ich liebe dich.

Dein Engel.

***

Mein Herz erstarrte. Es war nur eine Zeile, doch sie bedeutete für mich alles. In diesen wenigen Worten offenbartest du mir all die Wahrheit dieser Welt. Du zerstörtest all meine Vorstellungen und schufst Neue, schönere.

Ein schwarzes Blatt Papier mit einer roten Schrift drauf: Ich liebe dich auch.

Das war der Anfang vom Ende.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Wahnsinn – Der Moment

Nur für diesen Augenblick habe ich so eifrig gelernt. Nur für diesen Moment habe ich im Leben mitgespielt. Nur für Heute, den Tag an dem ich dir meine endlose Liebe beweisen werde. Ich werde die Idylle zerschlagen. Die Welt braucht keine Menschen, wir brauchen keine Menschen, wir brauchen keine Welt.
Nur du und ich.
Ewig.
Solange es diejenigen gibt, die alles zerstören, kann es keine Ewigkeit geben. Solange es diese unbrauchbaren Geschöpfe, zu denen wir gehören, gibt, kann nichts zusammenhalten.
Wir zwei. Wir brauchen keine Welt, sie stört uns.
Wir werden sie zerschlagen.
Wir werden eine Neue schaffen.
Nur für uns zwei.

Unsere Finger verhackten sich. Fest presste ich unsere Hände zusammen. Es war ganz einfach. Ein einzelner Knopfdruck.
Und alles hatte geendet.
Doch den Moment hatten wir.
Den Moment unendlichen Glücks.

Adieu

________
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BeitragThema: Re: CountCain schreibt   So Okt 21, 2007 4:09 pm

Anleitung zum Uhrenlesen

Wir leben schon so lange zeitlos auf dieser Welt. Wir kennen wer Wochen noch Minuten. Wir kommen nie zu spät, oder zu früh, aber auch nie zu rechter Stunde. Ihr fragt wieso? Die Uhr zu lesen haben wir verlernt!
Doch eines Tages sah ich ein Wunder. Der Himmel teilte sich in zwei und Gott erschien, ein Gott der Zeit. Er sagte, die Zeit dürfe nicht stehen, also war er bereit uns zu erklären, was eine Uhr nu zeigte.
Sein Monolog: „Seht her! Die Uhr hat ein Zifferblatt, darauf sind zwölf Zahlen und jede Menge Striche zwischendurch. Die kleinen Striche sind Minuten, die großen mit den Nummern sind die Stunden. Noch hat die Uhr drei Zeiger. Der schnellste für die Sekunden, der mittlere und lange für die Minuten und der kurze, dicke und langsame zeigt die Stunden…“
Er hat gelehrt, gelehrt, gelehrt. Und nun tragen wir alle wieder Uhren. Doch eine Antwort brauche ich noch: Wir haben Uhren, aber keine Zeit. Wir kommen zu früh, oder zu spät, wir schimpfen oder werden bestraft. Wir sind in Eile, finden keine Ruh. Und nun die frage: Wozu?
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BeitragThema: Re: CountCain schreibt   So Okt 21, 2007 5:57 pm

Die Münze

Eine Münze glänzt im Licht. Jemand hat sie wohl verloren. Meine Rettung in der Not, meine kleine Stütze. Dankbar auf die Knie fallend hebe ich das Stück Metall. Es ist heiß und menschnenleer, doch nun habe ich die Münze. Mit neuer Hoffnung in der Hand suche ich die Zelle. Das Telephon erreicht, die Münze hineingeworfen...
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BeitragThema: Re: CountCain schreibt   Mi Nov 14, 2007 12:21 am

Stumm

Stumm. Stumm stand ich da und ließ es geschehen. Stumm war es in meiner Seele. Es machte keinen Spaß mehr. Sinn hatte es noch nie gemacht. Wir waren nur Freunde. Gute freunde. Aber unser Verhalten war oft sehr missverständlich für andere. Wir waren nicht zusammen. Irgendwie hatte das Ganze Spaß gemacht. Warum? Ich weiß es nicht genau. Vielleicht, weil es missverstanden wurde. Wegen den verachtenden, missmutigen und belustigten Blicken. Wegen der Möglichkeit anders zu sein, ohne dabei gegen eigene Prinzipe zu verstoßen. Vielleicht auch wegen der Wärme, des Gefühls nicht allein zu sein. Vielleicht einfach aus langweile.
Aber an jenem Abend wurde es stumm. Es war mir auf einmal egal.
Tage zogen an mir vorbei und alles schien wie immer. Bis auf mein aufgesetztes Lächeln. Weitere Zeit verging, ohne auf mich und meine Gefühle, auf uns, oder auf die Menschheit zu achten. Eine Woche, zwei. Ich weiß es nicht. Es ist egal. Ich weiß auch nicht mehr das Thema unseres Gesprächs, oder ob es überhaupt was mit meiner Veränderung zu tun hatte. Aber auf einmal empfind ich es als falsch. Wir waren nicht zusammen, aber trotzdem verhielten wir uns als ob. Warum? Es war falsch. Ich empfind nur noch dumpfen Hass und ekelte mich sogar. Die Erinnerungen an gemeinsame Zeit verfolgten mich in meinen Albträumen, raubten den Schlaf. Was war passiert? Was war der Auslöser? Vielleicht eine Vorahnung.
Ich sonderte mich von dir ab und das zu Recht, wie es sich herausstellte. Bei jeder deiner Berührungen spürte ich, wie schwer mein Magen und wie stumm meine Sinne waren. Und mein Herz zog sich unter stechendem Schmerz zusammen. Also wich ich dir aus. Und mit jedem tag ging unsere Freundschaft immer mehr zu Bruch.
Dann kam der Schicksalstag, an dem du mir deine Liebe gestandest.
Ich blieb stumm.
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BeitragThema: Re: CountCain schreibt   Mi Nov 14, 2007 11:13 am

O_O wow!
*stumm grad gelest hab*
Echt cool geschrieben ^-^
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BeitragThema: Re: CountCain schreibt   Do Nov 15, 2007 12:27 am

Danke Embarassed
Ist übrigens in einer langweiligen Ethik- und einer seeeehr interessanten Literaturstunde entstanden...
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CountCain
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BeitragThema: Re: CountCain schreibt   Sa Jan 19, 2008 8:53 pm

Eigentlich ist es nur ein Ausschnitt aus einer meienr älteren FFs,doch ich liebe ihn. (den ausschnitt) kann nichst dagegen machen, immer wenn ich es lese...erschaueder ich. Meine Fingernägel versuchen den Bildschirm zu zerkratzen um ihm näher zu sein....ähm *räusper*...egal....

"...Denn ich verstehe mich selbst nicht. Ich hasse diesen Mann.
Ich hasse seine eiskalten Augen, die mich stets durchschauen, aber ich kann mich ihren Bann nicht entziehen. Jedes Mal verliere ich mich in diesem tiefen Blau.
Ich hasse seine Hände, die mich unsanft packen, und doch sehne ich mich nach seinen Berührungen. Eine Einziege reicht schon um mich in das trügerische Paradies zu befördern.
Ich hasse es, wenn er mich an sein Bett fesselt und doch liebe ich es unter ihm zu liegen. Ihn von unten zu betrachten, meine Blicke über seine makellose Haut gleiten zu lassen.
Ich hasse den Schmerz, den er mir zufügt und doch liebe ich es ihn in mir zu spüren. Immer und immer wieder.
Ich hasse sein höhnisches Grinsen, welches mir zeigt, was ich für ihn bin, und doch kann ich mich nicht abwenden. Liebe es diesen Anblick in meinem Gedächtnis immer wieder aufzurufen.
Ich hasse den Ton in dem er zu mir spricht, hasse die Wörter, die er mir schenkt und doch lausche ich atemlos seiner Stimme. Ich liebe ihren reinen und so trügerischen Klang.
Ich hasse seine Herzlosigkeit und seine finstere Seele, die wie Messer in meine eiternde Wunde stechen, und doch liebe ich es in die Unterwelt, in die ewige Dunkelheit, mit ihm einzutauchen.
Ich hasse seine Lippen, die tausend Anderer beglücken und doch sauge ich mich an ihnen fest.
Ich hasse ihn, er hat so viel gesündigt, wie kein anderer und doch liebe ich es von ihm befleckt zu werden.
Ich hasse es sein Spielzeug zu sein und doch bin ich glücklich in jedem unserer gemeinsamen Augenblicke.
Ich weine bis ich keine Tränen mehr hab. Blutige Tränen. Und doch liebe ich ihn… Wieso nur? Wieso? Ich verabscheue und vergöttere ihn zu gleich. Er ist der Teufel…"
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BeitragThema: Re: CountCain schreibt   Mo Jan 28, 2008 9:09 pm

wie geil!!! O__O
ich find es echt krass wie geil du schreiben kanns *staun*
*mehr lesen will* Wink
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CountCain
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BeitragThema: Re: CountCain schreibt   Mo Jan 28, 2008 10:59 pm

dass erfreut mein schreiberherz ^^ demnächst kommt noch mehr von der sorte...
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BeitragThema: Re: CountCain schreibt   Sa Feb 02, 2008 9:34 pm

ich werd noch n richtiger fan von dir Wink
*mit count fähnchen wedel*
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CountCain
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BeitragThema: Re: CountCain schreibt   Mo Aug 25, 2008 11:37 pm

Summer Drabbles (Drabbles sind 100-Wörter Stories)

Death Note

Ich stehe da. Unfähig mich zu bewegen. Während deine Lippen so sanft meinen Hals küssen und deine Zunge feuchte Spuren auf meiner Haut hinterlässt.
Ich verstehe es nicht. Willst du mich so als Kira entlarven? Aber wie soll das gehen? Nein, nein. Es muss was anderes sein. Aber was?
Und wie soll ich reagieren? Ich sollte etwas sagen. Etwas machen. Dich aufhalten, das gleiche bei dir machen. Irgendwas. Aber… ich kann nicht.
Mein Körper erhitzt sich immer mehr, während mein Kopf immer noch keine Lösung gefunden hat.
Du flüsterst meinen Namen, ganz nah an meinem Ohr.
Ich gebe auf.
„L…“

Death Note (eng)

I lay on the bed, where you dragged me on. My body doesn’t want to move while your gentle lips set thousand kisses on my neck.
I can’t understand it. Why? Is this a way to lure me into a trap and expose me as Kira? No… It can’t be. But what is it then?
How should I react? I should say something. I should reject you. But… I can’t. I just can’t move.
My body burns under your hands while my head still hasn’t a solution.
And then, you just softly whisper my name.
And I give up.
“L…”

Ouran High School Host Club

I thought touching you would be the same as touching me. But I was wrong. It’s different. It makes my heart beat faster and I’m about loosing control. A little more and I will fall on you like an animal. Your soft lips, your smooth skin, your fresh hair. Touching them with my fingers, kissing them with my mouth, licking them with my tongue makes me the happiest man on earth. But it last only for moments.
You wake up, mumbling my name, asking me if everything is ok.
“It’s just too hot for sleeping, Kaoru.”
You seem to understand.
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BeitragThema: Re: CountCain schreibt   Mo Aug 25, 2008 11:39 pm

Dihanije (Breath)

Ich höre unserem Atem zu. Ich wusste gar nicht, dass wir ein und den selben Atem haben. Den gleichen Zug. Denselben Sauerstoff.
Ich weiß gar nicht wo wir sind. Es fühlt sich an, als ob wir unter Wasser trieben. Das einzig sichere ist, dass ich deinen Herzschlag spüre und deine Atemzüge teile. Und ich weiß, dass die Luft nicht reichen wird für uns beide.
Unfähig mich zu bewegen wünsche ich mir, dass mein Herz einfach stehen bleibt. Damit die Luft für dich noch reicht. Ich möchte nicht sterben, doch auf deine Kosten kann ich nicht leben. Ich möchte nur, dass du lebst. Dass du glücklich wirst.
Wirst du das, wenn mein Herz ein einziges Mal auf mich hört? Dieses eine Mal…
Kannst du auf meine Kosten leben? Ich glaube nicht. Doch immer noch versuche ich das Atmen zu verlernen.
Ich lausche deinen Atemzügen und merke immer wieder, dass wir den gleichen Atem haben.
Ich sehe verschwommen deine schwarze lange Strähne treiben. Und hinter ihr ist kilometerweit Wasser. Wasser und kein Ausweg. Die Luft wird knapp.
Ich möchte gehen, alleine. Dir mein Leben geben, damit du wenigstens für eine Minute länger deines genießen kannst. Doch schläfst du seelenruhig auf meiner Brust.
Deine Strähne ist für mich kaum noch mehr erkennbar. Es wird immer schwärzer, bis die Dunkelheit mich vollkommen umhüllt. Mich? Dich? Uns? Oder haben sich nur meine Augen geschlossen?
Es ist so kalt. Nur du bist warm. Wieso kann mein Herz nicht gefrieren und einfach stehen bleiben? Wieso wachst du nicht auf? Wieso versuchst du dich nicht zu retten? Was soll ich nur machen?
Ich lausche weiter. Spüre wie deine Brust sich hebt und senkt. Weißt du was ich am meisten spüre? Die Liebe zu dir. Unendliche Liebe, denn Angst ist schon längst weg. Es gibt keinen Ausweg, nicht für mich. Du sollst bloß länger leben. Und wenn nicht – wir sterben zusammen.
Ein und der selbe Atemzug wird für uns beide der letzte sein, wenn du es nicht mehr schaffen solltest einen weiteren zu nehmen. Wach doch auf. Bitte…
Ich rufe deinen Namen. Gedanklich. Denn anders gelingt es mir nicht.
Tief unter Wasser, wo eben dieses dich droht zu erdrücken, noch bevor dir die Luft ausgeht, die du noch nie davor zu schätzen gelernt hast. Hier, genau hier, habe ich es bemerkt. Dass wir den gleichen Atemrhythmus haben. Dass unsere Brustkörbe sich gleichzeitig heben und senken. Dass unser Puls im gleichen Tempo rast. Dass ich ein Teil von dir bin. Und du ein Teil von mir.
Ich spüre es. Das wird der letzte sein. Leider der letzte für uns beide.
So kalt und schwarz.

Ich wache auf. Schweißgebadet. Ich schau runter. Ich sehe dich, friedlich atmend. Ich lächle erleichtert und meine Arme schlingen sich noch mehr um dich.
Ich lausche deinem Atem. Es ist der gleiche, wie bei mir…


Sucht


Ich gehe durch die Straßen.
Ich bin eine Puppe. Eine lebende Leiche.
Ich kann schon lange nichts mehr spüren. Nur die Schatten der Vergangenheit. Nur die Spiegelbilder der Gefühle.
Ich bin ein leeres Gefäß. Denn meine Seele treibt irgendwo in den Wolken. Denn meine Seele hat mich längst verlassen. Sie sonnt sich im Himmel und fällt manchmal in die Hölle runter, doch kehrt fast nie zu mir zurück. Ich habe längst verlernt zu lieben. Habe verlernt zu hassen. Ich spüre nur noch Schatten. Wo ist die Wirklichkeit? Gibt es sie? Ist alles nur ein Traum?
Ich wandere in dieser Welt, ohne zu ihr zu gehören. Ich stehe am Abgrund, ich blicke hinein. Oder falle ich schon? Bin gefallen?
Mein Herz schlummert, abgeschottet von der Welt. Nichts kommt mehr bis dahin. Nur Schmerz. Nur Schmerz kann ich noch spüren. Verletze mich selbst nur um zu leben, für einen einzigen Augenblick. Und dann, dann versinke ich wieder in einem tiefen Loch. Mein gläsernes Herz, versteckt in der Masse. In einem süßen Rauch.
Ich warte immer noch auf den Mann, den einzig richtigen, der mich wieder beleben kann. Mir den tiefsten Schmerz bescheren kann, den ich sogar in meinem Herzen spüren werde.
Gibt es diesen Menschen wirklich? Oder warte ich vergeblich?
Bist du irgendwo da draußen? Zwischen all den grauen Menschen, die selbst nur noch Puppen sind. Oder bist du nur ein Märchen, dass mein krankes Hirn sich ausgedacht hat? Eine Illusion, das letzte Geschenk meiner Seele? Eine Sehnsucht, die nicht einmal mehr zu spüren ist…
Meine Porzellanhaut hat schon Risse. Ich bin nur noch eine kaputte Puppe ohne Seele. Bin ich überhaupt noch mir ihr verbunden? Sie hat mich doch schon längst verlassen. Betrogen, sich eine andere Puppe gesucht. Ich bin nicht mehr bei klarem Verstand. Gefangen in einem Traum. Einem Alptraum auf Ewigkeit.
Wer braucht eine kaputte Puppe?
Die Träume zerschmettert.
Die Kraft ausgelaugt.
Das Leben hergegeben. Einfach so…
Wer braucht einen Künstler ohne einen Funken Talent?
Ich gehe die Straßen, auf und ab. Kein Wesen dreht sich nach mir um. Ich bin unscheinbar mit dem leeren Blick. Mit einem erloschenen Licht.
Wohin führt mich dieser Weg?
In einen Keller. Zu einem süßlichen Duft.
Auf ein Neues!


Am Ende bringt er mich um... doch davor bringe ich ihn um.

Er ist mein. Ich bin sein. Doch gehören wir nicht einander.
Er ist ein Betrüger und Lügner. Doch ich bin nicht viel besser.
Er versteht mich nicht, ich verstehe ihn nicht. Diesmal schon wieder nicht.
Er war ausgerastet, wegen einem Wort. „Ausnahme“.
Er war zu mir gekommen, von wem weiß ich nicht.
Ich war gerade erst zurück, von einem meiner Häschen.
Er fragte wieso. Er fragte, ob ich ihn liebe. Er fragte und fragte.
Ich sagte: Ich kann nicht lieben, doch gibt es eine Ausnahme.
Er hatte es nicht verstanden, er war ausgerastet.
Worte, wie Messer waren durch die Luft gerast. Und haben wir uns in all den Lügen verirrt.
Wer, wo, wann, mit wem? Ist doch egal.
Ich kann meine Gefühle nicht deuten. Er kann seine nicht verstehen.
Doch kommt er jede Nacht zu mir. Doch gehe ich jeden Morgen zu ihm.
Ich rieche billiges Parfüm, welches nicht seins ist. Er sieht Knutschflecke, die nicht von ihm sind.
Bedeckt mich mit neuen in seiner Wut. Will mich allein für sich haben.
Er wird mich noch umbringen, doch erst am Ende.
Und bis dahin soll er doch nach andren riechen und bis dahin soll er doch fremde Abdrücke auf mir sehen.
Bis dahin werde ich weiterhin meine Betthäschen besuchen. Andere anmachen. Flirten, Küssen, Schlafen. Werde weitere verderben und dann ihn treffen gehen.
Komme nicht los von ihm.
Von seinem muskulösen Körper, den wirren blonden Haaren. Von seiner dunklen Art, von seiner teuflischen Seele. Von seinen trügerischen Worten, von seinen Lügen.
Von seiner Leidenschaft, von seiner Stimme.
Schon längst brennt sein Siegel auf mir.
Irgendwann wird es mich zerfressen.
Doch bis dahin werde ich weiterhin fremde Körper unter mir sich heiß winden sehen. Bis dahin werde ich fremde Stimmen meinen Namen stöhnen hören. Werde jeden nehmen, den ich will. Und mich nur von ihm nehmen lassen.
Nur er flüstert mir meinen Namen so leidenschaftlich ins Ohr. Nur er streicht mir sanft über den Rücken. Nur er beißt mir gierig in den Hals. Nur ihn spüre ich. Nur ihn will ich spüren. Nur ihn kann ich in im spüren. Meine heiß geliebte Ausnahme.
Haben uns verfangen in all den Gefühlen, in all den Lügen, in all der Leidenschaft.
Und wieder wache ich neben ihm auf und wieder liegen seine Arme fest um mich.
Schlaftrunken nuschelt er einen Namen, nicht meinen.
Versetzt mich in Wut, macht mich rasend.
Werfe ihm alles an den Kopf, was er mir vorwirft.
Und die verschlafene Sonne lacht uns noch lange aus.
Wieder reden wir aneinander vorbei. Schreien uns an. Merken es nicht, die Worte, die wir sagen. Wir schütteln unsere Seelen aus, doch hören wir uns nicht. Ich sage, ich liebe ihn, er sagt er liebt mich. Doch glauben wir uns nicht, überhören es. Streiten, schlagen wild um sich. Solche Worte sind nichts für uns geschaffen.
Wieder verlasse ich zornig seine Wohnung. Halte Ausschau.
Ich werde ihn noch umbringen, doch erst am Ende.
Und bis dahin werden wir so weitermachen wie bis her.
Ich werde mir nehmen, den, den und den. Werde sie in die Dunkelheit stürzen. Werde sie von mir abhängig machen, werde sie dann fallen lassen und zu ihm gehen.
Er wird sich fertig machen, in ein Cafe gehen und sie mit fordernden Blicken locken. Er wird sie nehmen, nacheinander, durcheinander. Er wird den ganzen Tag nur damit beschäftigt sein. Sie alle nehmen und gleich alleine lassen. Er wird sie gleich vergessen, ihre Gesichter, ihre Stimmen, ihre Körper, und wird mich suchen gehen. Und ich werde schon auf ihn warten.
Er weiß was ich tue. Ich weiß was er macht.
Und doch kommen wir immer zurück, zu einander.
Unsere Herzen sind für uns ein Labyrinth.
Unsere Beziehung ein bodenloser Ozean.
Doch fühle ich mich nur in seinen Armen wohl. Doch sieht er nur in meinen Augen die Wahrheit.
Ich zergehe in Sehnsucht. Er wird weich unter meinen Blicken.
Meine Lippen werden ihn noch zerstören.
Doch bis dahin wird alles sein wie bis her.
Ein Teufelskreis aus ihm und mir.
Ein Teufelskreis aus dem wir nicht entkommen wollen.
Schon ist es Abend, schon steh ich vor meiner Tür. Ich weiß, gleich wird er klingen. Ich werde ihm aufmachen, ihn reinlassen. Er wird mich lüstern angrinsen, mich um Entschuldigung bitten. Ich weiß, ich werde ihm verzeihen.
Ein Augenblick und er steht wirklich schon vor mir. Leise flüstere ich seinen Namen.
„Mariku.“
Er flüstert meinen. Und dann geht es wieder los.
Irgendwann wird er mich umbringen, doch erst am Ende.
Bis dahin werde ich ihn schon umgebracht haben.
Ich werde für immer in seinen Armen liegen.
Er wird für immer meinen Atem auf seiner Brust spüren.
Immer und immer wieder.
Bis dass der Tod uns scheidet.
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